Aktuelles

2G-Plus in Bayern und Baden-Württemberg

Medium 20150212 161748

Es tut uns sehr leid, Euch mitteilen zu müssen, dass bis auf weiteres bei allen bevorstehenden Seminaren die 2G-Plus-Regel gilt, d.h. teilnehmen kann nur, wer vollständig geimpft (max. 6 Monate) oder genesen (max. 3 Monate) oder geboostert ist und zu Beginn des Seminars einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen kann.

Viele Teilnehmer*innen mussten deswegen leider ihre Buchung zurückziehen, daher gibt es für die meisten Seminare wieder freie Plätze.

Ausführliche Infos zu den Vorsichtsmaßnahmen bei unseren Seminaren und zu den Stornobedingungen findest Du auf unserer Startseite -  ganz oben die roten  Worte "Covid-Information" anklicken!

Genauere Infos hier 

 

 

 


Zur aktuellen Corona-Situation


Verschiedene deutsche Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg haben aktuelle Verordnungen erlassen, die momentan für Veranstaltungen eine 2G-Plus-Regel vorschreiben: teilnehmen darf nur noch, wer geimpft oder genesen ist, und zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test zu Beginn des Seminars vorweisen kann. Bei längeren Veranstaltungen ist ein weiterer Schnell-Test jeden 3.Tag obligatorisch.

Wir haben uns - da wir in den letzten 2 Jahren schon so viele Seminare absagen mussten - für eine Durchführung unter erschwerten Bedingungen entschieden (soweit es eben möglich ist), Wir sind uns aber der Tatsache bewusst, dass es mittelfristig schwierig bis unmöglich werden wird, wenn die Lage sich nicht entscheidend verbessert.

Diese Entscheidung ist vor allen den vielen Menschen geschuldet, die unbedingt kommen wollen und sich teilweise schon monate- oder sogar jahrelang auf ihre Teilnahme an einem bestimmten Seminar freuen. . 

Das betrifft in nächster Zeit folgende Seminare (etwaige Änderungen werden zeitnah hier veröffentlicht):

  • TANTRA BODY mit Jens Hartwig-Lenger & Beatrix Rettenbacher
    25.-27.02.2022 im Gut Helmeringen bei Ulm
    Es gibt noch freie Plätze     --> zur Anmeldung
  • FEUER, HERZ UND STILLE mit Regina König & Hellwig Schinko
    9.-16.04.2022 im Gut Helmeringen bei Ulm
    Es gibt noch freie Plätze     --> zur Anmeldung

Wir halten alle angemeldeten Teilnehmer*innen per E-Mail auf dem Laufenden. Sollte ein Seminar abgesagt werden müssen, oder sollten sich für einzelne Leute in Zusammenhang mit Corona Probleme ergeben - z.B. durch Einreise- oder Quarantäne-Bestimmungen, bzw. eigene Infektion -, entstehen natürlich keine Stornokosten.

Wir werden uns, ausgehend von der jeweils bestehenden aktuellen Lage, über unsere weitere Vorgangsweise beraten. Wir gehen momentan eher davon aus, dass es keinen neuerlichen generellen Lockdown für Veranstaltungshäuser und Seminare geben wird, sondern die 2G-Plus-Regel einige Zeit bestehen bleiben wird.

Bitte schau ab und an hier unter "Aktuelles" vorbei, ob es irgendwelche Neuigkeiten gibt!

 

 


Wöchentliche Online-Meditationspraxis


Unser wöchentliches Online-Meditationsprogramm mit Hellwig Schinko / Bali (jeden Dienstag, 7 Uhr früh, auf Zoom) läuft nun bereits seit über einem Jahr. Es ist für engagierte Menschen gedacht, die für sich eine regelmäßige Meditationspraxis aufbauen und im Rahmen einer regelmäßigen Übungsgruppe vertiefen möchten. Wir praktizieren die stille Sitzmeditation und lernen Schritt für Schritt, wie wir unseren Geist so trainieren, dass wir größere Bewusstseinskraft, stabilere Aufmerksamkeit und Achtsamkeit entwickeln können. Die große Gemeinschaft der Übenden (Sangha) bildet jede Woche ein starkes tragendes Feld für alle, aus dem jede*r Übende inspirierende Impulse für die eigene Praxis schöpfen kann.
Mit der Meditationspraxis verhält es sich wie mit dem Üben eines Musikinstruments: man muss beständig üben und dranbleiben, wenn man wirklich weiterkommen möchte.


BESCHREIBUNG DER ONLINE-MEDITATIONSPRAXIS
Dauer ca. 50-60 Minuten (Einlass und klassische Musik ab 6.30 Uhr, ab 7.00 Uhr Teaching und Unterweisung, Einstimmung, stilles Sitzen, mit anschließender optionaler Möglichkeit für Austausch in Kleingruppen)

KOSTEN?
Auf Spendenbasis (wenn du uns eine Spende zukommen lassen möchtest, freuen wir uns, wenn du das hier online über PAYPAL tust, jeder Betrag ist willkommen. Bitte Funktion "Geld an einen Freund senden" wählen, bzw. als Zweck: "Corona-Spende" oder "Schenkung" eintragen).

Hier gehts zu PAYPAL

 

ZOOM-LINK (bitte speichern!):
https://us02web.zoom.us/j/890430604
Einlass beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Meditationsbeginn (6.30 Uhr)

Etwaige Änderungen und Ankündigungen zum Meditationsprogramm findest Du hier unter "Aktuelles" und auf unserer Facebook-Seite.

 


Brief an alle Freundinnen und Freunde des ARUNA-Instituts


Anfang Dezember 2021

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Lage spitzt sich zu: während ich diese Zeilen schreibe, ist die nächste Mutante schon in Europa gelandet. Ein weiterer Lockdown scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Über die Einführung einer generellen Impfpflicht in Deutschland soll in Kürze im Bundestag abgestimmt werden. 
Österreich – als erstes Land in der EU - hat schon beides beschlossen bzw. umgesetzt.

Menschen, die sich aus persönlichen Überlegungen (meist der gewissenhaften Abwägung von Nutzen und Risiko) bisher nicht zu einer Impfung entschließen konnten, werden jetzt mit zunehmender Härte unter Druck gesetzt, ausgegrenzt und stigmatisiert. Die Ungeimpften, so lautet das gängige Narrativ, seien schuld an der derzeitigen vierten Welle. Man müsse sie von der Impfung überzeugen, bis dahin eben weitgehend von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen und als letztes Mittel eben zwangsimpfen. In den Chor der Hardliner reihen sich bis auf wenige Ausnahmen nun auch diejenigen Politiker*innen ein, die viele Monate lang eine Impfpflicht kategorisch ausgeschlossen haben - sie legen scharenweise elegante 180-Grad-Kehrtwendungen hin, ohne erkennbare Skrupel, so als wäre nichts gewesen.

Als Argumente für die rigorosen Pläne werden hauptsächlich der mittelbare Fremdschutz (also die Annahme, durch die Impfung sei sichergestellt, dass der Geimpfte keine anderen Menschen mehr infizieren kann) und der Hinweis auf die mancherorts prekäre Situation auf den Intensivstationen ins Feld geführt.
Man müsse "sich und andere schützen", wird Mantra-artig wiederholt, und nur durch die Impfung könnten "wir" dieses Ziel "gemeinsam" erreichen.

Es ist mittlerweile hinreichend bekannt, dass die Impfung mit den vorhandenen Vakzinen keinen sicheren Fremdschutz bietet (der Impfschutz ist weit schwächer als erhofft, er lässt schnell wieder nach, und auch Geimpfte können sich und andere infizieren, erkranken und im Krankenhaus landen).

Der Notstand auf den Intensivstationen ist teilweise schlimm und Ärzte und Pflegekräfte sind an ihrer Belastungsgrenze (nicht erst seit der Corona-Krise, nebenbei bemerkt). Diese Situation nun einseitig den Ungeimpften anzurechnen, greift aber auch hier zu kurz - zu vielfältig sind die diesbezüglichen Faktoren, wie z.B. die Zunahme von Impfdurchbrüchen; der Abbau von Intensivbetten seit dem Beginn der Pandemie-Situation; die Schließung von kostenlosen Test- und Impfzentren ab September; schlechte Bezahlung, Überlastung und daraus resultierende Kündigungen beim medizinischen Personal.

Ein meines Erachtens völlig vernachlässigter Aspekt ist auch die Tatsache, dass Menschen, die zu Hause in Quarantäne sind, keine Medikamente erhalten (die sehr wohl vorhanden sind und an anderen Orten der Welt erfolgreich eingesetzt werden), wie Aussätzige weder betreut, noch behandelt werden, bis sie entweder von selbst wieder gesund werden, oder eben im Krankenhaus bzw. gleich auf der Intensivstation landen.

Eindeutig belegt ist für Geimpfte momentan lediglich ein zeitlich begrenzter Schutz vor schweren Verläufen.

Dem steht aber das Risiko gegenüber, eine der vielen möglichen Impfnebenwirkungen zu erleiden, wie sie mittlerweile millionenfach in den offiziellen Datenbanken der Welt, wie z.B. des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Deutschland, der World Health Organisation (WHO) und des Centers for Disease Control (CDC) in den USA gemeldet wurden (schätzungsweise 1 von 10 Fällen landet in diesen Datenbanken):

PEI (Paul Ehrlich Institut / Deutschland)
World Health Organisation (WHO)
DCD (Centers of Disease Control / USA)

Ebenso können potentielle Langzeitfolgen nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden (diskutiert werden z. B. Blutkrankheiten, neurodegenerative Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen).

All jenen, die Befürchtungen bezüglich potenzieller Impfnebenwirkungen für eine Paranoia weltfremder Verschwörungstheoretiker halten, sei der folgende Film aus Israel ans Herz gelegt https://www.vaxtestimonies.org/de/

Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung kann – unserer Meinung nach - also jeder nur individuell für sich selber treffen und für sich selber verantworten. Es ist ohnehin Bestandteil des Impf-Zeremoniells, dass der Impfling diese Selbstverantwortlichkeit im Vorfeld per Unterschrift bestätigt.

Als einer der wenigen Menschen mit Politikhintergrund erklärte der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily in einem Interview mit der Zeitung "DIE WELT" (03.12.2021): „In einer freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie darf sich der Staat nicht anmaßen, dem einzelnen Menschen eine bestimmte ärztliche Behandlung aufzuzwingen.“ Es sei „gewissenslos, die früheren Festlegungen in einer Frage, die den Kern der Grundrechte angeht, einfach über Nacht zu Makulatur zu erklären“.

Wir (Regina und Bali) haben uns unabhängig voneinander und trotz unterschiedlicher Bedenken für eine Impfung entschieden - wir zählen beide zu den sogenannten Risikopersonen für einen schweren Verlauf im Falle einer Infektion.

Ich, Bali, habe leider schon bei meiner ersten Impfung schwere Nebenwirkungen erlebt, die über drei Wochen angedauert haben und bis heute nicht ganz verschwunden sind (z.B. leide ich bisweilen immer noch an extremer Müdigkeit, habe Kopf-/Glieder-/Augenschmerzen und zeitweise Tinnitus). Ich bin also ein Beispiel dafür, dass es Impfnebenwirkungen geben kann, die über ein kurzfristiges Unwohlsein weit hinausgehen.

Aus den dargelegten Gründen halten wir alles, was über ein Impfangebot hinausgeht, das jeder entweder annehmen, oder auch ablehnen kann, für nicht angemessen. Die Einschätzung, ob die Gefahren einer möglichen (wenn auch prozentual gesehen selten vorkommenden) Impfschädigung schwerer wiegen, als diejenigen einer Infektion, sollte jeder Mensch selbst, am besten in Absprache mit einem Arzt seines Vertrauens, vornehmen dürfen. Eine generelle Impfpflicht für alle, besonders für Kinder und Jugendliche, lehnen wir ganz entschieden ab. 

Bei unseren eigenen Seminaren erschien es uns in der unklaren Infektions-Gemengelage bisher am Vernünftigsten, alle Menschen – egal ob geimpft, genesen, oder ungeimpft – regelmäßig zu testen. Das haben wir seit Juni so getan und sind mit diesem Test-Konzept hervorragend gefahren: wir hatten in unseren eigenen Veranstaltungen seit Beginn der Corona-Krise keinen einzigen „positiven“ Zwischenfall. Alle Seminare sind in entspannter Atmosphäre und in großer menschlicher Verbundenheit abgelaufen.

Nun aber gelten auch in Deutschland neue Regeln für Seminarveranstalter, Hotellerie und Gastronomie. Sie heißen 2G und 2G+ und bedeuten, dass Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, derzeit nicht mehr an Seminaren teilnehmen oder von Seminarhäusern beherbergt werden dürfen. Ob das nun ein echter Ausweg aus der exponentiellen Krise sein wird, darf bezweifelt werden. Für uns, das ARUNA-Institut und unsere Teilnehmer*innen, von denen viele eher impfkritisch eingestellt sind, bedeuten diese Regeln eine weitere harte Einschränkung, mit der wir uns nun auf vielen Ebenen herumschlagen müssen.

Momentan läuft gerade ein Seminar auf 2G+-Basis. Es ist kleiner als üblich, viele mussten ihre Teilnahme wegen der neuen Verordnungen stornieren. Manche taten dies leider in einem Ton, als wären wir Erfinder und begeisterte Exekutive dieser Regeln, oder als verstießen wir gegen ein ungeschriebenes Gebot der Stunde, das eigentlich jeden ehrbaren Menschen dazu verpflichten sollte, alles sofort aus Protest hinzuschmeißen.

Aber es gibt eben auch viele Menschen, die unbedingt kommen wollten – denn so viele Gruppen mussten  in den letzten 1 3/4 Jahren abgesagt oder verschoben werden. Da weint schon mal jemand vor Freude am Telefon, wenn das Seminar nun doch stattfinden kann. Und so haben wir uns für die nächsten Seminare für eine Durchführung unter erschwerten Bedingungen entschieden (soweit es eben möglich ist), sind uns aber der Tatsache bewusst, dass es mittelfristig schwierig bis unmöglich werden wird, wenn sich die Lage nicht wieder entscheidend verbessert.

Letzte Meldung: beim laufenden Seminar standen eines vormittags plötzlich 10 bewaffnete Polizisten in Kampfmontur und ein Mann vom Gesundheitsamt vor der Türe: jemand hatte dem Amt gemeldet, dass hier eine illegale Tantra-Veranstaltung stattfinden würde. Der Impf- und Genesenen-Status jeder anwesenden Person wurde daraufhin einzeln und akribisch geprüft. Es ging offenbar hauptsächlich darum, etwaige Ungeimpfte aufzuspüren. Nachdem die ordnenden Organe diesbezüglich nichts finden konnten, musste die Truppe nach einiger Zeit schließlich ohne Beanstandungen wieder abziehen. Es wurde uns vorbildliche Umsetzung der Maßnahmen attestiert...

Man kann diesen Auftritt nun als skurril oder bedrohlich bewerten (man ist während einer Meditation plötzlich mit einer Ansammlung von schwarzuniformierten Polizisten konfrontiert, die Impf- und Personalausweise sehen möchten), er zeigt jedenfalls, dass das allgemeine Klima zunehmend rauher wird.

Und damit wären wir bei einem weiteren Thema, das zwar nicht völlig neu ist, aber derzeit in neuem Gewand als Teil der Corona-Sündenbock-Strategie wieder vehement in den Medien auftaucht: das Bashing der sogenannten „Esoterik- und Alternativ-Milieus“, als einer Brutstätte für Impf- und Wissenschaftsskepsis.

Wie sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, schon im Juli letzten Jahres wiederholt bei einer Pressekonferenz: „Diese Maßnahmen dürfen überhaupt nie hinterfragt werden.“

Wie kann es also sein, dass viele Menschen im deutschsprachigen Raum diesem Credo nicht folgen wollen und trotz anziehendem Druck und medialer Dauerbeschallung impfresistent bleiben? Beispielhaft hat nun der Schweizer Soziologe Oliver Nachtwey in der österreichischen Tageszeitung STANDARD vom 12.11.2021 die tieferen Ursachen dafür ausfindig gemacht: „Meine Untersuchungen zeigen, dass in den Protestmilieus Anthroposophie, Esoterik und antiautoritäres Denken, wie man es aus den linksalternativen Protestmilieus der 1980er-Jahre kennt, häufig zusammen auftreten. Diese Leute wollen sich alle auch nicht impfen lassen.“

Der Soziologe führt - im Duktus eines kirchlichen Sektenbeauftragten - dazu weiter aus: „Als Folge der 1968er-Bewegung haben sich Alternativmilieus in Deutschland, Österreich und der Schweiz gebildet. Man wollte sich vom konformistischen Massenarbeiter der 50er- und 60er-Jahre abheben. Diese haben eine andere Form der Lebensführung angestrebt. Man hat nach Authentizität gesucht, hat eine Körper-Bewusstseins-Politik gemacht. Das waren zuvor zwar linke Milieus, aber viele hatten sich von den Linken verabschiedet und sich auf eine innere und äußere Selbstverwirklichung orientiert.
Es ging um Esoterik und Spiritualismus. Man hat seine Kinder auf Waldorfschulen geschickt, wo nicht dem staatlichen Bildungswesen gehorcht wird. Alternative Medizin war im Trend. In Deutschland sind die größten Biokonzerne wie Demeter anthroposophische Netzwerke. Dort gibt es immer diesen spirituellen Mehrwert in den Produkten. Es geht in diesen Strömungen vor allem um eine Form von Ganzheitlichkeit, Selbstverwirklichung und Körpersouveränität. Und das Impfen wird nun als autoritärer Eingriff des Staates wahrgenommen...
Im Grunde geht es um radikalen Individualismus. Und Impfen als solidarischer Akt wird dann nicht wahrgenommen.“

Also liebe Freundinnen und Freunde: eine eigene Meinung zu haben; seine Kinder auf Schulen zu schicken, auf denen kein blinder Gehorsam verlangt wird; sich gesund zu ernähren, homöopathische Medizin einzunehmen; auf seinen Körper zu achten; Seminare zur Selbstentfaltung zu besuchen oder zu meditieren – all das ist nach Ansicht einiger Zeitgenossen heute schon als eine radikalindividualistische und antisolidarische Betätigung einzustufen, die in letzter Konsequenz dem „Gemeinwohl“ schadet.

Wir können nur hoffen, dass dieser momentane Trend, die schwierige und komplexe Pandemie-Situation vereinfachend auf alle möglichen Sündenböcke abzuwälzen und konformistisches Verhalten zu einem Idealbild für solidarisches Miteinander zu stilisieren, nur ein vorübergehender Ausdruck der allgemeinen Angst und Hilflosigkeit ist - und nicht Teil einer „neuen Normalität“, die alles von der vorgegebenen Linie Abweichende sofort an den Pranger stellen und einebnen möchte.

Aber vielleicht ist diese Hoffnung auch nicht mehr als ein naiver und frommer Wunsch.

Heute (06.12.2021) stößt leider auch die von mir seit Jahrzehnten geschätzte (und abonnierte) österreichische Wochenzeitung "FALTER", (eigentlich - so sollte man glauben - der letzte österreichische Hort für guten Journalismus), in dieselbe Trompete. In einem Artikel im Newsletter "FALTER morgen" heißt es im Stil eines schreierischen Schmierblattes unter der Unterschrift "Frau Silvia ordiniert auch im Lockdown":  
"Das Geschäft der Energetiker und Naturheiler boomt, und die Pandemie hat diesen Trend zusätzlich befördert. Auch der aktuelle Lockdown dürfte dieser Entwicklung keinen Abbruch tun. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufsgruppen dürfen Energetiker nämlich weiterhin Kunden empfangen – zwar nur zu Beratungsgesprächen, aber das nehmen nicht alle so genau. Wie sich das in Zeiten der Pandemie abspielt und warum die Bundessektenstelle vor diesem Trend warnt, lesen Sie gleich."
Natürlich, wer hätte das gedacht, stellt die Undercover-Journalistin, "rücklings auf der Massageliege liegend" umgehend schwerwiegenden Verfehlungen fest: " Vor Beginn der Therapie hat sie mich gebeten, meine FFP2-Maske abzunehmen. Ihre landete gleich mit auf der Ablage neben der Massageliege. Nach einem Impfzertifikat oder Genesenen-Nachweis hat mich auch niemand gefragt" (Fettschreibung im Original). Danach wird - ohne auch nur den Anschein erwecken zu wollen, hier hätte jemand ernsthaft recherchiert - die angewendete Methode, eine seriöse und sanfte Art der Körperarbeit, lächerlich gemacht: "Die craniosakrale Therapie, die Silvia anwendet, gehört zum Standardrepertoire. Sie soll bei Rückenschmerzen, Stress und Panikattacken helfen, sowie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Das erste, was Google dazu ausspuckt: „Wissenschaftlich ist keine Wirksamkeit belegt” (Fettschreibung im Original).
Und dann kommt, mit einem unkommentierten Zitat die eigentliche Schlussfolgerung der Schmuddelgeschichte: "Auch die Bundesstelle für Sektenfragen warnt vor dem Trend: „Ein Vertrauen in pseudomedizinische Produkte kann dazu führen, die von den Expertinnen und Experten empfohlenen Maßnahmen (zur Bekämpfung des Coronavirus) zu vernachlässigen." Bei einer zum Teil „radikalen Impfgegnerschaft" gäbe es außerdem eine „auffällige Schnittmenge" zwischen wesentlichen Teilen der sogenannten Alternativmedizin und Verschwörungstheoretiker..."

So geht investigativer Journalismus in Zeiten von Corona - ein einziges großes Trauerspiel...

 

Trotzdem möchten wir Euch auch weiterhin ermuntern, selbständig zu denken, Euch zu informieren, Euch viel mit anderen auszutauschen und in der Flut der Nachrichten und Meinungen nicht völlig verloren zu gehen.

In dem Buch der deutschen Philosophin Ariadne von Schirach "Die psychotische Gesellschaft - wie wir Angst und Ohnmacht überwinden" heißt es: "Doch jede Krise trägt in sich die Möglichkeit einer neuen Ordnung, sie ist eine Chance, unser Verhältnis zu uns, den Anderen und der Welt neu zu erzählen."

In diesem Sinne liegt es auch an uns, an dieser Erzählung mitzuwirken.

Auch wenn die ganze Welt in Aufruhr ist, können wir zumindest dafür Sorge tragen, dass wir in uns selber und in unserer Umgebung weder Krieg noch Spaltung erzeugen, sondern Klarheit und Frieden schaffen und bewahren.

 

Unser Beitrag für eine Praxis der persönlichen Zentrierung und inneren Stabilität ist unsere wöchentliche Dienstagmorgen-Online-Meditation auf Zoom, zu der jeder von Euch herzlich eingeladen ist.
Wir üben das stille Sitzen und die Entwicklung stabiler Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Wann? Jeden Dienstag, Einlass und einstimmende Musik ab 6.30 Uhr, Beginn 7 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)
Wie? Zoom-Link: https://us02web.zoom.us/j/890430604
Für wen? Für jeden Menschen, der an regelmäßiger Meditationspraxis interessiert ist
Wieviel? Auf Spendenbasis

Wir freuen uns, mit Dir auch in diesen herausfordernden Zeiten in Kontakt zu bleiben und Dich in naher Zukunft hoffentlich bald wieder persönlich bei einer unserer Veranstaltungen zu treffen!

Herzliche Grüße

 

Bali & Regina

 

Be well, don`t panic, stay human...